Stellungnahme Gemeinderat

Im kantonalen Richtplan sind die Vorhaben Weiterführung Limmattalbahn bis Baden und Wettingen sowie die neue Haltestelle Tägerhard als Vororientierung enthalten. Weiter ist eine Haltestelle der in Projektierung befindlichen Limmattalbahn in Spreitenbach Asp bisher planerisch nicht gesichert. Diese drei Vorhaben wurden planerisch soweit vertieft, dass das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau den Bericht zur Anpassung des Richtplans mit den drei nachfolgenden Elementen zur Behördenvernehmlassung freigeben konnte:

-      Limmattalbahn Abschnitt Killwangen-Baden; Baden, Killwangen, Neuenhof, Spreitenbach, Wettingen

-      S-Bahn-Haltestelle Tägerhard; Wettingen

-      Limmattalbahn-Haltestelle Asp; Spreitenbach

Mit Schreiben vom 15. August 2018 unterbreitete das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Aarau, die entsprechende Anpassung des Richtplans zur Vernehmlassung bis Mitte November 2018. Beim momentanen Richtplanschritt „Zwischenergebnis“ in Bezug auf die Linienführung geht es nicht um die exakte Lage des Trassees, sondern um das Aufzeigen des Korridors, in dem das Trassee liegen soll und um das Ausscheiden der übrigen Varianten. Die Vertiefung und Optimierung soll bis 2022 in den weiteren Planungsschritten stattfinden.

Gemäss Regionalem Entwicklungskonzept Baden Regio (REK) bildet die Limmattalbahn von Altstetten bis Baden im Sinne eines Mittelverteilers einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Stärkung der hohen Standortgunst in der Region. Sie ergänzt das Angebot des Regionalzugverkehrs (S-Bahn) sowie das Busnetz und gilt somit als Schlüsselmassnahme im ÖV.

Baden Regio und insbesondere das Aargauer Limmattal sind ein dynamischer Wohn- und Wirtschaftsstandort von nationaler Bedeutung. Der Kanton plant mit einem Bevölkerungswachstum allein in der Region Baden von 35‘000 Personen bis ins Jahr 2040. Diese dynamische Entwicklung bringt auch ein steigendes Verkehrsvolumen mit sich. Zusammen mit dem Gesamtverkehrsprojekt Ostaargauer Strassenraumentwicklung (OASE) leistet die Umsetzung der oben genannten Richtplananpassung einen wichtigen Beitrag für eine koordinierte Planung der zukünftigen Verkehrsinfrastruktur.

Gemäss Vernehmlassungsbericht „Abstimmung mit Gemeinden und Regionalplanungsverbänden“ vom

16. August 2018 soll mit der Limmattalbahn als hochwertiger Feinverteiler, zusätzlich zur S-Bahn und dem Busnetz, die Qualität des öffentlichen Verkehrs markant gesteigert und hinsichtlich des prognostizierten Bevölkerungswachstums nachhaltig gesichert werden. Um dies sicherzustellen, ist das Trassee für eine zentrale, leistungsfähige ÖV-Achse mitsamt Halte- und Umsteigestellen freizuhalten.

Der Gemeinderat nahm zur Behördenvernehmlassung wie folgt Stellung:

Der Gemeinderat ist grundsätzlich mit der Richtplananpassung und dem entsprechenden Korridor einverstanden und unterstützt das Vorhaben. Die Linienführung ist in den weiteren Planungsschritten jedoch noch weiter zu konkretisieren.

Der Vernehmlassungsbericht zeigt eine mögliche Linienführung auf, die sich in einem Korridor +/- 200 m befindet. Der Bahnhof Neuenhof liegt knapp nicht mehr in diesem Korridor und ist damit nicht direkt an die Limmattalbahn angeschlossen. Der Gemeinderat hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Aarau, ersucht, entsprechend weitere Argumentationen zu liefern, weshalb der Bahnhof Neuenhof nicht mehr Gewicht erhält.

Der Gemeinderat erachtet es als wichtig, dass bei den folgenden Planungsschritten eine kombinierte Linienführung Limmattalbahn / Fahrstreifen innerhalb des bewohnten Gebietes angestrebt wird, weshalb der Gemeinderat das Modell Wettingen begrüsst. Die Trennwirkung, die durch das zusätzliche Verkehrsmittel entsteht, ist möglichst gering zu halten (keine separate Limmattalbahn-Spur).

Der Gemeinderat ist bereit, die zusätzlichen Verkehrslasten im Sinne einer partnerschaftlichen Entwicklung der Region aufzunehmen. Die Gemeinde Neuenhof leistet dadurch einen grossen regionalen Beitrag zur Entwicklung und Erschliessung der Region. Innerhalb der Bauzone und im Bereich der Limmatquerung (Autobahnbrücke A1 bis zur Shoppingbrücke Mövenpick Würenlos) sind die zusätzlichen Lärmemissionen jedoch durch bauliche Massnahmen möglichst gering zu halten.

Für weitere Auskünfte steht Gemeinderat und Ressortvorsteher Bau und Planung, Herr Fred Hofer, gerne zur Verfügung.